Weihnachtsferien
Am siebten Januar war in Gelnhausen der seit langer Zeit erste Tag mit frühlingshaften Temperaturen. Am siebten Januar titelte eine große norwegische Tageszeitung: „Jetzt schneien wir ein“. Und am siebten Januar flog ich wieder von Deutschland zurück nach Norwegen. Dabei war es gar nicht so einfach gewesen, überhaupt dort hin zu kommen. Denn auch für den Hinflug hatte ich mir einen guten Zeitpunkt ausgesucht: den Tag, an dem ein Schneesturm über Europa fegte und den Flugverkehr zu einem großen Teil lahmlegte. Das Ergebnis für mich: stundelange Verspätungen, ein gecancelter Flug und eine kostenlose Übernachtung in einem schicken Hotel in Oslo. Die ist aber auch nur ein kleines Trostpflaster, wenn man sich eigentlich gefreut hatte, nach fünf Monaten endlich wieder nach Hause zu kommen. Das winterliche Wetter bereitet den Norwegern anscheinend die wenigsten Probleme. Zwar kann es dann mal vorkommen, dass sich der Pilot entschuldigen muss, dass das Flugzeug von der vereisten Landebahn rutscht (http://www.adressa.no/nyheter/nordtrondelag/article1571017.ece), aber an den ausgefallenen Flügen sind – fragt man die Norweger – die anderen europäischen Flughäfen schuld. Nach insgesamt etwa 36 Stunden Reisezeit bin ich dann heil angekommen. Was tut man nicht alles um Weihnachten zu Hause zu sein. Ein Norwegisches Weihnachtsfest ist mir dadurch entgangen, aber stattdessen hatte ich einen riesigen Koffer voller Souvenirs und traditioneller Köstlichkeiten dabei. Die drei Wochen gingen erstaunlich schnell rum und jetzt bin ich wieder in Moholt. Eingeschneit bin ich hier noch nicht, es liegen ja nur um die 60cm Schnee. Dem neuen Semester steht also zumindest wettermäßig nichts mehr im Wege.




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