Yucatan, Tag 7

Der Tag im Norden Yucatans gestern war wunderschön. In Rio Lagartos dreht sich die Uhr etwas langsamer. Den Samstagnachmittag verbringen die Einwohner einträchtig in einer der zahlreichen Kneipen, den Abend über steht man an der Mole und angelt mit der ganzen Familie. Wir haben den Tag ebenso ruhig verbracht, mussten aber nach Sonnenuntergang ins Hotel flüchten, weil Olli von Moskitos überfallen wurde. Wir wollten gerade ins Internetcafe, als seine Beine schwarz von den kleinen fiesen Dingern waren. Resultat sind völlig zerstochene Unterschenkel und Unterarme. Nach einer Dusche mit anschließender Autanbehandlung mussten wir dann feststellen, dass die Einwohner genug von Kneipen hatten. Das hieß für uns: nix mehr zu beißen. An einer Taco-Bude bekamen wir dann noch einen Happen.
Zur Belohnung gab es dann heute auch kein Frühstück – das erste Lokal öffnet um 9 Uhr – da waren wir schon längst wieder unterwegs. In Tizimin war dann die erste (und wie wir beim Durchfahren feststellten auf viele Kilometer einzige) Gelegenheit auf einen Kaffee. Dazu aßen wir Brötchen mit irgendwelchem Schweinefleisch (gebraten/gekocht?), Zwiebeln und Soße. Na ja, in der Not…
Die Weiterfahrt war sowas von langweilig. Schnurgerade Straße, rechts und links Bäume und Büsche, alle 30 km mal ein Ort. Es gibt auf Yucatan so viele tolle Sachen zu sehen, aber das Fahren dazwischen ist einfach nur öde. In den Orten wird man alle 100 m auf Tempo 0 ausgebremst, weil zur Verkehrsberuhigung Topes (Bodenwellen) angelegt sind. Zumindest wird hier sicher kein Fußgänger überfahren.
Sind jetzt wieder in Puerto Morelos (siehe Yucatan, Tag 1 und folgende) und hängen noch ein bisschen ab. Es ist einfach ab 11 Uhr so heiß, dass man es in einer Stadt oder auf einer Mayastätte nicht aushalten kann. Da platzt einem echt der Schädel. Dann lieber Meeresbrise.
Mal sehen, was die nächsten Tage so bringen.

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